Glóandi Jökul |
Glowing Glacier Glass Festival
Glóandi Jökul |
Glowing Glacier Glass Festival
bevorstehend:
24. Juni – 19. Juli 2026
Hellissandur, Island
upComing:
24. July – 19. June 2026
Hellissandur, Iceland
Im Sommer 2026 findet in Hellissandur
Glóandi Jökul | Glowing Glacier Glass Festival statt.
Es erweckt flüssiges Glas zum Leben und erkundet die vielfältigen Möglichkeiten dieses Urmaterials für die Kunst. Eingebettet zwischen dem Gletscher Snæfellsjökull und dem Nordatlantik bietet die Landschaft eine dramatische Kulisse, um die Spannungen des Glases zu erforschen.
Das Festival rückt Glas in der zeitgenössischen Kunst durch sein ambitioniertes Ausstellungsprogramm in den Fokus und präsentiert nationale und internationale Künstler:innen, die mit diesem Material arbeiten. Live-Demonstrationen und praktische Workshops an einem mobilen Glasbläserofen ermöglichen den Festivalbesuchern, Glas in seiner flüssigen Form zu erleben.
Aufbauend auf meinen kunsttheoretischen Hintergrund verfolge ich im Rahmen des Glas-Festivals erstmals einen experimentellen Ansatz: Während eines Artist Talks mit der Künstlerin und Glasmacherin Louise Lang werde ich eine eigene Klangarbeit in das Künstlergespräch einbinden.
Die Klangarbeit erforscht akustische Zustände der Liminalität anhand von Field Recordings, die während der Fährüberfahrt von Hirtshals (DK) nach Seyðisfjörður (ISL) aufgezeichnet werden, isländischem Tvísöngur-Gesang und Found Footage-Audioaufnahmen. Die Soundlandschaft tritt schließlich in einen Dialog mit Langs Glasarbeit.
Mein Projekt wird im Rahmen von Culture Moves Europe unterstützt, das kulturelle Mobilität in 41 Creative Europe Ländern ermöglicht. Es wird über das Creative Europe Programm der Europäischen Union finanziert und vom Goethe-Institut umgesetzt.
Die Ausschreibung vergibt Stipendien an Künstler:innen und Kulturschaffende, damit sie reisen und ein Projekt in einem anderen Creative‑Europe‑Land durchführen können.
In summer 2026, in the town of Hellissandur, a captivating festival will take place: Glóandi Jökul | Glowing Glacier Glass Festival brings molten glass to life exploring the possibilities of this primal material for art making. Located between the Snaefellsjökull Glacier and North Atlantic Ocean, the landscape provides a dramatic backdrop to exploring the tensions inherent in glass.
The festival highlights glass in contemporary art through its ambitious exhibition programme, including national and international artists working in the material. Live demos and hands-on workshops on a mobile glass blowing furnace will provide festival goers with an opportunity to experience glass in its liquid form.
Building on my background in art theory, I am taking an experimental approach for the first time as part of the Glass Festival: during an artist talk with the artist and glassmaker Louise Lang, I will incorporate my own sound piece into the discussion. The sound piece explores acoustic states of liminality using field recordings made during the ferry crossing from Hirtshals (DK) to Seyðisfjörður (ISL), Icelandic Tvísöngur singing, and found footage audio recordings. The soundscape enters into a dialogue with Lang’s glass work.
My project will be supported by Culture Moves Europe, which supports cultural mobility in all 41 Creative Europe countries. It is funded by the Creative Europe programme of the European Union and implemented by Goethe-Institut.
The Call for Individual Mobility gives grants for artists and cultural professionals to travel and carry out a project in another Creative Europe country.
Meraki No. 01 - Mein Tee aus Georgien
Eine Forschungsreise entlang der Georgischen Teeroute
Meraki No. 01 - My tea from Georgia
A research trip along the Georgian Tea Route
bevorstehend:
16. – 30. Mai 2026
Kutaissi, Georgien
upComing:
16 – 30 May 2026
Kutaissi, Georgia
Als im Jahr 1978 die DDR-Disco-Popband Kreis den Grusinischen Tee besingt, ist Georgien – ein Land kaum größer als Bayern – der viertgrößte Teeproduzent der Welt und versorgt die gesamte Sowjetunion.
Tee gilt als einer der wichtigsten und rentabelsten Wirtschaftszweige des Landes.
Mit der Wiederherstellung der Unabhängigkeit in den 1990er-Jahren und einem Bürgerkrieg bricht dieser Markt jedoch zusammen. Die Teeplantagen, vor allem in Westgeorgien, liegen fortan brach und verwildern.
Heute, rund 35 Jahre später, erlebt georgischer Tee eine Renaissance. Die Teekultur ist ein wichtiger Bestandteil georgischer Identität. Zugleich ist ihre Wiederbelebung kulturell aufgeladen und politisch geprägt: Europa wird ersehnt und kritisch betrachtet. Tee, einst eng mit Russland verbunden, wird heute bewusst europäisch neu gedacht.
Im Rahmen meines Projekts Meraki No. 01 – Mein Tee aus Georgien, an der Schnittstelle von Forschungsreise, Handwerk und kultureller Spurensuche, folge ich der Georgischen Teeroute.
In den Regionen Gurien und Imeretien treffe ich Produzent wie Lika Megreladze von Komli sowie Landa und Inga Zhgenti von Sisters Zhgenti Plantacia und lerne ihre Arbeit kennen zwischen Tradition, Aufbruch und der Wiederbelebung einer fast vergessenen Teekultur.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist es, den Prozess der Teeherstellung selbst zu durchlaufen:
vom Pflücken der Blätter über Oxidation bis zur Verkostung.
Intensiv widme ich mich diesem Verfahren während eines einwöchigen Tea Bootcamps beim Renegade Tea Estate nahe Kutaissi, in der kolchischen Tiefebene am Ufer des Rioni. Unter Anleitung von Hannes Saapuur entwickle ich schließlich meinen eigenen Tee: Meraki No. 01.
Meraki (griechisch: μεράκι) bedeutet, etwas mit Hingabe, Aufmerksamkeit und Seele zu tun.
Genau darum geht es: um einen Tee, der für ökologischen Anbau und Handwerk steht, persönliche Erfahrung in sich trägt – und entdeckt werden will.
When the East German disco-pop band Kreis sings about Grusinischer Tee (Georgian Tea) in 1978,
Georgia – a country barely larger than Bavaria – is the fourth-largest tea producer in the world and supplies the entire Soviet Union.
Tea is considered one of the country’s most important and profitable economic sectors.
However, with the restoration of independence in the 1990s and the outbreak of a civil war, this market collapses. The tea plantations, especially in western Georgia, are subsequently abandoned and become overgrown.
Today, around 35 years later, Georgian tea is experiencing a renaissance. Tea culture is an important part of Georgian identity. At the same time, its revival is culturally charged and politically shaped:
Europe is both longed for and viewed critically.
Tea, once closely associated with Russia, is now being consciously reimagined in a European context.
As part of my project Meraki No. 01 – My Tea from Georgia, situated at the intersection of a research journey, craftsmanship, and cultural exploration,
I follow the Georgian Tea Route.
In the regions of Guria and Imereti, I meet producers such as Lika Megreladze from Komli as well as Landa and Inga Zhgenti from Sisters Zhgenti Plantacia, and I get to know their work—situated between tradition, new beginnings, and the revival of a nearly forgotten tea culture.
A central part of the project is to go through the process of tea production myself:
from picking the leaves to oxidation and finally to tasting.
I devote myself intensively to this process during a one-week tea bootcamp at Renegade Tea Estate near Kutaisi, in the Colchian lowlands on the banks of the Rioni River. Under the guidance of Hannes Saapuur, I ultimately develop my own tea: Meraki No. 01.
Meraki No. 01 (Greek: μεράκι) means doing something with devotion, care, and soul.
That is precisely what it is about: a tea that stands for ecological cultivation and craftsmanship, carries personal experience within it – and invites discovery.
SCAN, SPIN, READ, REPEAT:
SCAN, SPIN, READ, REPEAT:
Ein Exkurs durch die phänomenologische Wahrnehmung, Performativität und 360° Poesie
des Medienkunstwerks Infinity Spin, September 2024
An excursion through the phenomenological perception, performativity and 360° poetry
of the media artwork Infinity Spin, September 2024
Infinity Spin
Infinity Spin
Konzeption und Umsetzung
in Kooperation mit Vera Sebert
Infinity Spin
PARALLEL Vienna, Wien
11. – 15. September 2024
Inital Spin | Pilotpräsentation
bildwechsel e.V., Hamburg
13. – 15. März 2024
Concept and realisation
in cooperation with Vera Sebert
Infinity Spin
PARALLEL Vienna (AT)
11 – 15 September 2024
Inital Spin | pilot presentation
bildwechsel e.V., Hamburg
13 – 15 March 2024
Infinity Spin in Aktion, 2023, Credit: Vera Sebert
in use, 2023, Credit: Vera Sebert
Infinity Spin ist ein virtuelles Format für 360-Grad-Poesie, das mit dem Mobiltelefon aufgerufen wird.
Die Anwendung zeigt einen Schriftzug, der AnwenderInnen panoramaartig umschließt. Hierbei ist der jeweilige Text immer nur ausschnittsweise auf dem Display zu sehen und erschließt sich über eine Drehung um die eigene Körperachse.
Zu lesen ist ein Satz – eine Mise en Abyme – der sich ausgangs selbst zitiert, sodass sich Lesende in einer Endlosschleife befinden. Durch den performativen Akt der Drehung wird der ganze Körper in den Lesevorgang mit einbezogen und dessen Zusammenspiel mit Medienapparatur und Text unmittelbar spürbar gemacht.
Die virtuelle Gestaltung ist rein auf den Schriftzug reduziert und verzichtet damit auf jede konkurrierende bildliche Darstellung. Hier fungiert die Sprache als Brücke zwischen dem Realen und Virtuellen. Derart schafft der Text einen situativen Moment, der klar im digitalen Raum verortet ist und an der Schnittstelle von Literatur und Medienkunst sowohl über eine (Bilder) kommentierende Funktion als auch über den Duktus einer Papierlektüre hinausweist.
Im Zeitrahmen hybrider Veranstaltungen, die sowohl online als auch an realen Orten stattfinden, wird je eine kuratierte Auswahl an Texten präsentiert, die am Ausstellungsort über QR-Codes verfügbar sind.
Infinity Spin is a virtual environment for 360-degree-poetry, which is accessible by mobile phones.
The application shows a line of text, which surrounds users like a panorama. Hereby the text line can never be seen as a whole but only in sections on the user’s displays and is revealed by rotating around oneself’s body axis. By reading the sentence, which is quoting itself according to the principle of a Mise en Abyme, the readers find themselves in an endless loop.
The performative act of turning around includes the whole body as part of the process of reading and immediately transforms its interaction with the media apparatus and the text into a concrete physical experience.
The virtual design is barely reduced to the lettering.
It gets along without any competitive pictorial illustrations so that language becomes a bridge between the real and virtual. In this way at the intersection of new media and literature the text creates a situational moment, which is clearly located in digital space and at the same time points beyond both a commenting (on images) function and the style of a paper reading.
A selection of texts, which are accessible at the exhibition venue via QR codes, will be presented during hybrid events which take place both online and in real locations.
Wie sich der Himmel trifft
Wie sich der Himmel trifft
Eröffnungsrede anlässlich der Ausstellung
Wie sich der Himmel trifft | Louise Lang
Städtischen Galerie Eichenmüllerhaus Lemgo
26. März – 23. April 2023
Opening speech on the occasion of the exhibition
Wie sich der Himmel trifft | Louise Lang
Städtischen Galerie Eichenmüllerhaus Lemgo
26 March – 23 April 2023
Gläserne Un|Sichtbarkeiten
Gläserne Un|Sichtbarkeiten
Katalogbeitrag in Louise Lang 2014 – 22
PanOptikum, Köln 2023
Catalogue article in Louise Lang 2014 – 22
PanOptikum Verlag, Köln 2023
In dem Katalogbeitrag Gläserne Un|Sichtbarkeit habe ich beschrieben wie die Künstlerin Louise Lang mittels ihrer Kunst die Möglichkeiten und Grenzen des Werkstoffs Glas auslotet. In einem Prozess, der einem archäologischen Abtragen von Schichten nahekommt, legt sie Unsichtbares frei und verhilft diesem zu Sichtbarkeit. In gegenläufiger Bewegung wiederum trägt sie Material auf und erzeugt damit neue Rätselhaftigkeiten. Dieses Wechselspiel zwischen Transparenz und Opazität lässt Louise Lang schließlich zum Kern der jeweiligen künstlerischen Arbeit vordringen, der – zart und stabil zugleich – stets das Un|Sichtbare in sich birgt.
Der Katalog präsentiert erstmals das künstlerische Schaffen Louise Langs (Trägerin des Differing-Preises für Skulptur 2021) der Jahre 2014–2022.
In the catalogue article Gläserne Un|Sichtbarkeit,
I describe how the artist Louise Lang uses her art to explore the possibilities and limits of glass as a material.
In a process, similar to the archaeological removal of layers, she exposes the invisible and helps it become visible. She applies material in opposite directions, thereby creating new mysteries. This interplay between transparency and opacity ultimately allows Louise Lang to get to the core of the respective artistic work, which - delicate and stable at the same time - always contains the invisible.
The catalogue presents the artistic work of Louise Lang (winner of the Differing Prize for Sculpture 2021) from 2014 to 2022 for the first time.
Dialog | Skulptur und Fotografie
Dialog | Skulptur und Fotografie
Katalogbeitrag im Künstlerbuch Litbrig∂i Ljóssins
von Louise Lang, 2023
Catalogue article in the artist book Litbrig∂i Ljóssins
by Louise Lang, 2023
Künstlerbuch Litbrig∂i Ljóssins von Louise Lang, Edition 88, signiert,
24 x 29,5 x 2,5 cm, Credit: Hannah Jung
Artist's book Litbrig∂i Ljóssins by Louise Lang, Edition 88, signed, 24 x 29,5 x 2,5 cm, Credit: Hannah Jung
Selbstgefertigtes Siebdruck- Cover des Künstlerbuchs Litbrig∂i Ljóssins von
Louise Lang, Credit: Hannah Jung
Self-made screen print cover of the artist book Litbrig∂i Ljóssins by Louise Lang, Credit: Hannah Jung
Eine von 65 ausgewählten Fotografien der Glasplatte auf 120 Seiten in
Litbrig∂i Ljóssins von Louise Lang, Credit: Hannah Jung
One of 65 selected photographs of the glass plate on 120 pages in Litbrig∂i Ljóssins
by Louise Lang, Credit: Hannah Jung
Auszug aus dem Text Dialog | Skulptur und Fotografie
Bei dem Dialog zwischen Skulptur und Fotografie handelt es sich um eine rekursive Rede, da zwischen den beiden Gesprächspartnern eine wechselseitige Bezugnahme erfolgt. Für Louise Lang ist der gesamte künstlerische Schaffensprozess ein Dialog.
Wie der Akt des gemeinsamen Transportierens, Arrangierens und Ablichtens der Skulptur. Es ist ein gemeinschaftliches in Bewegung sein, um die eigenen, aber auch gemeinsamen physischen Grenzen von Subjekt(en) und Objekt auszuloten. Auch die Auswahl der Fotografien und das Gestalt annehmen des Künstlerbuchs als Werk, entsteht im Austausch mit einem Gegenüber.
Schließlich lässt sich Litbrig∂i Ljóssins nicht nur als ein Beobachten des Lichts auf einer spiegelnden Fläche definieren. Der Dialog von Fotografie und Skulptur lebt von der Beobachtung der optischen Er-Scheinung, die als Leitmotiv für alle Aufnahmen gilt.
Eine gemeinsame Sprache sprechen Skulptur und Fotografie in Litbrig∂i Ljóssins in dem Moment der Verschränkung in Form einer Bild-im-Bild-Werdung, in der sie eine Symbiose eingehen.
Excerpt from the text Dialog | Skulptur und Fotografie
The dialogue between sculpture and photography is a recursive speech, as there is a mutual reference between the two interlocutors.
For Louise Lang, the entire artistic creative process is a dialogue. Like the act of transporting, arranging and photographing the sculpture together.
It is a collaborative process of being in motion in order to explore the individual and shared physical boundaries of subject(s) and object.
The selection of photographs and the shaping of the artist's book as a work of art is also created in dialogue with a counterpart.
After all, Litbrig∂i Ljóssins cannot be defined merely as the observation of light on a reflective surface.
The dialogue between photography and sculpture thrives on the observation of optical appearance, which is the leitmotif for all her photographs.
In Litbrig∂i Ljóssins, sculpture and photography merge into a symbiotic language, exemplified by a picture-in-picture development that captures their entwined moment.
Verglaste Datensätze – ein variables Gebäudetraktat
Verglaste Datensätze – ein variables Gebäudetraktat [vitrified data sets]
Dramaturgische Betreuung der 16-kanaligen Videoinstallation von Vera Sebert
Galerie b – Stadtbiblithek Stuttgart
01. Juni – 23. Juli 2022
Dramaturgical supervision of the 16-channel video installation by Vera Sebert
Galerie b – Stadtbiblithek Stuttgart
01 June – 23 July 2022
Ausstellungseröffnung von Verglaste Datensätze – ein variables Gebäudetraktat,
Galerie b – Stadtbiblithek Stuttgart, Credit: Christiane Böhm
Exhibition opening of Verglaste Datensätze – ein variables Gebäudetraktat,
Galerie b – Stadtbiblithek Stuttgart, Credit: Christiane Böhm
Installationsansicht von Verglaste Datensätze – ein variables Gebäudetraktat,
Galerie b – Stadtbiblithek Stuttgart, Credit: Vera Sebert
Installation view of Verglaste Datensätze – ein variables Gebäudetraktat,
Galerie b – Stadtbiblithek Stuttgart, Credit: Vera Sebert
Verglaste Datensätze – ein variables Gebäudetraktat
ist eine ortsspezifische Videoinstallation, die die Stadtbibliothek Stuttgart als ein Gefüge aus Architektur, Technologie und menschlicher Interaktionen vor Ort mit sprachlichen Mitten auslotet und erweitert.
Sie reflektiert über Konzeptionen öffentlicher Wissensproduktion und -vermittlung im Kontext von digitalen Medien und Architektur als einer Art Hardware, die uns in unserer Wahrnehmung stets fragmentarisch umschließt und sich in unseren Köpfen zu individuellen Einzelgebilden zusammenfügt.
Verglaste Datensätze – ein variables Gebäudetraktat [vitrified data sets], Galerie b – Stadtbiblithek Stuttgart
is a site-specific video installation that uses linguistic means to explore and expand the space of Galerie b in the city library of Stuttgart as an assemblage of architecture, technology and human interactions on site.
It reflects on conceptions of public knowledge production and mediation in the context of digital media and architecture as a kind of hardware that always encloses us in a fragmentary way in our perception and assembles itself in our minds into individual single entities.
STILLE
STILLE [SILENCE]
Konzeption, Organisation und Realisation des experimentellen Soundprojekts
2021
online via SoundCloud
Conception, organisation and realisation of the experimental sound project
2021
online via Soundcloud
Hommage an die Stille, Credit: Christiane Böhm
Homage to silence, Credit: Christiane Böhm
Im stillen Kämmerlein, so scheint es, hat sich das Leben in pandemischen Zeiten überwiegend abgespielt; oder pausierte. So Manche:r mag sich davor, in der sonstigen von Hektik dominierten Zeit, ein Innehalten gewünscht haben, um zwischendurch, fern aller Reizüberflutung, dem Übermaß an Informationen zu entkommen.
Der Wunsch nach einer bewussten Wahrnehmung bis hin zur vollkommenen Kontemplation ist in unserer getriebenen Gesellschaft sehr präsent. Doch plötzlich: Stille und/oder Stillstand und womöglich auch ein Anderes mit sich selbst konfrontiert Sein.
Was hören wir, wenn es nichts zu hören gibt? Wie begegnen wir uns in der Beziehung mit uns selbst, wenn das Außen in weite(re) Ferne gerückt ist und die Stille überwiegt? Und wie viel Stille können wir ertragen – wenn es so etwas wie Stille überhaupt gibt?
Im Rahmen dieses Soundprojekts sind 12 experimentelle Audiobeiträgen entstanden, die die STILLE ergründet haben. Die Soundcollagen, eine Hommage an John Cages‘ 4’33, literarische Fragmente zur STILLE und Sound Samples sind auf Soundcloud hörbar.
Mit Beiträgen von Jennifer Ament, Christiane Böhm,
Domingos de Barros Octaviano,
Sebastian Franke,
Tim Glaser,
Janne Jürgensen,
Bernhard Mikeska,
Gregor Schwellenbach,
Vera Sebert, Alex Susemihl, Serine Weiner
It seems that during the COVID pandemic, life was mostly confined to quiet little rooms, effectively hitting paused. Such a pause was something people may have wished in these otherwise hectic times to escape the constant barrage of information and sensory overload.
The desire for conscious perception and even complete contemplation is very present in our busy society.
But suddenly: silence and/or standstill and possibly also another being confronted with oneself.
What do we hear when there is nothing to hear?
How do we relate to ourselves when the outside world has receded into the distance and silence prevails?
And how much silence can we bear - if there is such a thing as silence at all?
As part of this sound project, 12 experimental audio contributions were created that explored STILLE [SILENCE]. The sound collages, a homage to John Cages' 4'33, literary fragments on STILLE [SILENCE] and sound samples can be heard on Soundcloud.
With contributions by Jennifer Ament,
Christiane Böhm,
Domingos de Barros Octaviano,
Sebastian Franke,
Tim Glaser,
Janne Jürgensen,
Bernhard Mikeska,
Gregor Schwellenbach,
Vera Sebert, Alex Susemihl, Serine Weiner
Grotesk
Grotesk [Grotesque]
Textbeitrag zu der Arbeit von Domingos de Barros Octaviano
Herzog Anton Ulrich-Museum, Braunschweig
29. Oktober 2021 – 31. März 2022
Catalogue article to the work by Domingos de Barros Octaviano
Herzog Anton Ulrich-Museum, Braunschweig
29 October 2021 – 31 March 2022
Installationsansicht im Atelier, o.T.,
Installation, Folie, Holz, Pappmaché, Acrylfarbe,
Kunststoff, Lehm, Maß variabel, 2021, Credit: Hannah Jung
Installation view in the studio, n.d., installation, foil,
wood, papier-mâché, acrylic paint, plastic, clay,
dimensions variable, 2021, Credit: Hannah Jung
Im Rahmen der Ausstellung Die Groteske.
Eine künstlerische Randerscheinung im Fokus
habe ich einen Textbeitrag zu der Installation von Domingos de Barros Octaviano verfasst.
Als Kooperationsprojekt zwischen dem Herzog Anton Ulrich-Museum und Studierender der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig angelegt, stand die Groteske als dekoratives Element im Fokus der Auseinandersetzung. Entstanden sind überraschende und provozierende Interpretationen einer Randerscheinung der Kunstgeschichte, die in der Reihe Intervention: Raum für junge Kunst präsentiert wurden.
Kurator: Dr. Sven Nommensen
Mit Domingos de Barros Octaviano, Joshua Grabietz, Felix Kopanka, Erasmus Leinweber, André Simon Waletzki, Heeae Yang
As part of the series Die Groteske. Eine künstlerische Randerscheinung im Fokus [The grotesque. Focus on a marginal artistic phenomenon], I wrote a text about the installation by Domingos de Barros Octaviano.
Fokus of the discussion was the grotesque as a decorative element. Presented as a co-operation project between students of the Braunschweig University of Art and the Herzog Anton Ulrich-Museum the exhibition was part of the series: Intervention: Raum für junge Kunst [Intervention: Space for young art].
Curator: Dr. Sven Nommensen
With Domingos de Barros Octaviano, Joshua Grabietz, Felix Kopanka, Erasmus Leinweber, André Simon Waletzki, Heeae Yang
warten
warten [waiting]
Konzeption, Organisation und Realisation des experimentellen Soundprojekts
2020
Conception, organisation and realisation of the experimental sound project
2020
Ansicht eines Warteprozesses, Credit: Christiane Böhm
View of a waiting process, Credit: Christiane Böhm
Den Zustand des Wartens als ein zögerndes Geöffnet-Sein, gemäß Siegfried Kracauer, zu begreifen, ist mit einer zarten Hoffnung verbunden; auf einen Anfang, auf eine Veränderung oder auf das Ende einer Krise.
Obwohl wir alle immer wieder Wartende sind – im Wartezimmer beim Arzt, auf dem Busbahnhof, in der Warteschleife - kann dieser Zustand auch als leere oder gestohlene Zeit, die bestenfalls nur langweilig, schlimmstenfalls als quälend empfunden werden.
Warten ist ein experimentelles Soundprojekt, das dem Gefühl des passiven Verharrens und Wartens - durch die globale grassierende Pandemie 2019/2020 ausgelöst - etwas Neues, Kreatives und Verbindendes entgegensetzen will.
In 20 Beiträgen wird auf vielstimmige Arten der Zustand des Wartens auditiv und visuell erkundet.
Mit Beiträge von Jennifer Ament, Lena Buhrmann, Christiane Böhm,
Tim Glaser,
Janne Jürgensen,
Eva Klauss, Anne Klieche,
Louise Lang,
Elisabeth Pfeiffer,
Vera Sebert, Lu Sellig,
Stefan Troschka,
Nina Sieverding, Serine Weiner, Jakob Zeh,
Markus Zimmermann
Understanding the state of waiting as a hesitant openness, according to Siegfried Kracauer, is associated with a tender hope; for a beginning, for a change or for the end of a crisis.
Although we are all always waiting - in the waiting room at the doctor's, at the bus station, in the queue - this state can also be perceived as empty or stolen time, which at best is only boring, at worst agonising.
Warten [Waiting]
is an experimental sound project that aims to counter the feeling of passive persistence and waiting - triggered by the rampant global pandemic of 2019/2020 - with something new, creative and unifying.
In 20 contributions, the state of waiting is explored audibly and visually in many different ways.
With contributions by Jennifer Ament,
Lena Buhrmann, Christiane Böhm,
Tim Glaser,
Janne Jürgensen,
Eva Klauss, Anne Klieche,
Louise Lang,
Elisabeth Pfeiffer, ,
Vera Sebert, Lu Sellig,
Stefan Troschka,
Nina Sieverding, Serine Weiner, Jakob Zeh,
Markus Zimmermann
Geflecht
Nexus
Ausstellungstext - toGo
zu der Arbeit NEST, NESTER
von Yoshie Sugito
Einstellungsraum e.V., Hamburg
Yppuco Gallery, online
20. Mai – 12. Juli 2020
Exhibition text - toGo
to the work NEST, NESTER
by Yoshie Sugito
Einstellungsraum e.V., Hamburg
Yppuco Gallery, online
20 May – 12 July 2020
Installationsansicht von NEST, NESTER im Schaufenster
des Einstellungsraum e.V., Credit: Yoshie Sugito
Installation view of NEST, NESTER in the window of
Einstellungsraum e.V.,
Credit: Yoshie Sugito
In dem Ausstellungstext Geflecht habe ich das künstlerische Hybridwerk NEST, NESTER von
Yoshie Sugito besprochen.
Die Arbeit setzt sich aus einer Textilarbeit, die im Schaufenster des Einstellungsraum e.V. präsentiert wurde und Zeichnungen im virtuellen Raum, die in Kooperation mit Ypuccko Gallery online verfügbar waren, zusammen.
Der coronabedingten Ausstellungssituation geschuldet - die Ausstellung konnte physisch nicht betreten werden - ist auch der dafür verfasste Text in kurze, thematisch in sich geschlossene Einheiten unterteilt, die zwar fragmentarisch angelegt sind, inhaltlich aber miteinander verwoben wurden.
In the exhibition text Nexus, I discussed the artistic hybrid work NEST, NESTER by Yoshie Sugito.
The work consists of a textile piece that was presented in the shop window of Einstellungsraum e.V. and drawings in virtual space that were available online in co-operation with Ypuccko Gallery.
Due to the corona-related exhibition situation - the exhibition could not be physically entered - the text written for it is also divided into short, thematically self-contained units, which are fragmentary but interwoven in terms of content.